Der Beruf

Verschiedene Berufsgruppen in der Sprachtherapie


In der Sprachtherapie sind sowohl Logopäden, Atem-, Sprech- und Stimmlehrer als auch Diplom-Sprachheilpädagogen tätig. Das Arbeitsgebiet beider Berufsgruppen ist deckungsgleich.

Als Angehörige eines nichtärztlichen Heilberufes erstreckt sich die Tätigkeit in den freien Praxen auf Diagnostik, Therapie und Beratung bei Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör- und Schluckstörungen bei Patienten aller Altersgruppen.

Ein bedeutender Unterschied besteht jedoch in der Ausbildung und der Möglichkeit der Zulassung der beiden Berufsgruppen:

Diplom-Sprachheilpädagogen ...


... absolvieren ein fünfjähriges Hochschulstudium. Somit handelt es sich um eine akademische Ausbildung. Um eine Kassenzulassung zu erlangen, sind mehrere hundert Stunden Therapie unter Supervision in einzelnen Störungsbildern (für die jeweils Teilzulassungen ausgesprochen werden) nachzuweisen.


Logopäden ...


... absolvieren eine dreijährige Ausbildung an einer Fachschule für Logopädie. Diese Ausbildung kann mit einem Realschulabschluss oder mit einem Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung begonnen werden.

Im Anschluss an die Ausbildung kann der Logopäde / die Logopädin die Kassenzulassung bei den RVO- und VdaK- Kassen beantragen.

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer ...

... absolvieren eine dreijährige Ausbildung an der einzigen Fachschule für staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrer Deutschlands in Bad Nenndorf bei Hannover.

Diese Ausbildung kann mit einem Realschulabschluss nach bestandener Eignungsprüfung begonnen werden. Im Anschluss an diese Ausbildung kann die Kassenzulassung bei den RVO- und VdaK- Kassen beantragt und sich sofort in eigener Praxis selbständig gemacht werden.