Neurophysiologische Entwicklungsauffälligkeiten

Neurophysiologische Entwicklungsauffälligkeiten

Im Laufe der frühkindlichen Entwicklung werden zahlreiche Reflexe für die ersten Bewegungen und Überlebensfunktionen benötigt. Diese werden normalerweise im ersten Lebensjahr durch reifere Bewegungsmuster ersetzt. Durch eine Vielzahl von Einflüssen können manche Kinder dieses natürliche Trainingsprogramm nicht störungsfrei durchlaufen. Bei vielen Kindern mit neurophysiologischen Entwicklungsstörungen sind frühkindliche Reflexe noch nicht sicher gehemmt und einige Halte- und Stellreaktionen sind deshalb nicht vollständig entwickelt.

Typische Symptome:

  • kein fester Schlafrhythmus „Schreikinder“
  • Stillprobleme
  • Heftige Verdauungsprobleme, „schlechter Esser“
  • Nicht altersgemäße Trotz und Wutanfälle, schnelle Stimmungsumschwünge, gesteigerte Bewegungsunruhe
  • Erhöhte Ängstlichkeit und Trennungsprobleme
  • Ungeschicklichkeit, häufiges Hinfallen
  • Verzögerung oder Auffälligkeiten in der Bewegungs- und Sprachentwicklung
  • Häufige Krankheiten und Allergien
  • Einnässen
  • Bei Eintritt in die Schule können sich die Symptome auch verschlimmern, Auffälligkeiten beim Erlernen von Lesen, Rechnen, Schreiben

Therapie:

Das Institut für Neuro-Physiologische Psychologie (INPP) in Chester/England hat ein Übungsprogramm entwickelt, welches auf die Hemmung bestehender Restreaktionen frühkindlicher Reflexe in einem zweiten Anlauf abzielt und damit den Halte- und Stellreaktionen die Möglichkeit gibt, sich herauszubilden. Mit der Normalisierung der Reflexstruktur verringern sich dann in der Folge auch viele der Erziehungs-, Lern- und Bewegungsprobleme.